KAIRA (Frieden)- Kultur und Benefiz Initiative für WestafrikaIm Winter 2002/03 waren mein Lebensgefährte Volkhard Schroth und ich
erstmals in Gambia/ Westafrika.
Das gemeinsame Interesse an afrikanischer Musik hatte uns in dieses kleine Lan
d geführt. Gambia ist eines der ärmsten Länder dieser Welt und verfügt gleichzeitig (wie wohl das gesamte Afrika!!) über einen enormen (Musik)kulturellen Reichtum.
Wieder zurück in Deutschland gründeten wir die Kultur- und Benefizinitiative KAIRA ( FRIEDEN in der Sprache der Volksgruppe Mandinka).
Wir gestalten Bilderabende über das Leben und die
Musikkultur in Westafrika, organisieren gelegentlich Konzertabende, laden Musiker ein und veranstalten workshops.
Mit unseren Aktivitäten möchten wir eine Brücke
zwischen unseren so unterschiedlichen Kulturen bauen, gegenseitiges Verständnis fördern, ein wenig unseren Wohlstand teilen und auch für den (kulturellen) Reichtum Afrikas sensibilisieren.
Über Gambia
Gambia ist der kleinste Staat Afrikas - im Westen des Kontinents, eingebettet in den Senegal,
am Gambia River gelegen. Obwohl die Menschen dort nicht hungern müssen wie in vielen anderen afrikanischen Staaten, ist ihre Lebenssituation alles andere als zufriedenstellend. Es
fehlt einfach an allem, was für uns hierzulande selbstverständlich ist: Es fehlt an Bildung, an ausgewogener Ernährung, an sauberem Wasser und Elektrizität, an medizinischer Versorgung.
Insgesamt sind die hygienischen Verhältnisse katastrophal. Die wenigsten Menschen haben eine regelmäßige Arbeit und schlagen sich mehr schlecht als recht durch, damit sie und ihre Familien
überleben können. Auch die Situation der Frauen und Mädchen macht betroffen. Ihr Bildungsniveau ist noch schlechter als das der Männer, viele sind aufgrund ihrer Armut gefährdet,
in die Prostitution abzugleiten. Leider gehört auch die Genitalverstümmelung immer noch zur traurigen Realität des Landes.
Die Bevölkerung ist trotz aller widrigen Umständen herzlich und Fremden gegenüber sehr offen und aufgeschlossen.
Wir haben zu drei Familien gute Kontakte und bei uneren Aufenthalten intensive Einblicke in die einheimische Lebensweise, in die Probleme und Sorgen, aber auch die Freuden des Alltags bekommen.